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Bürgerbegehren ist zulässig


Nachricht von: Dachauer Rundschau
Dachauer Rundschau, 24.01.2012 12:00


Völlig marode ist das alte Gebäude der Kindertagesstätte Mariä Himmelfahrt (unser Bild). Ein Bürgerbegehren soll am 18. März über den geplanten Neubau entscheiden. Foto: srd
Dachau (srd) Das Bürgerbegehren „Raum für Kinder“ hat mit 2321 Unterschriften das Soll von 2269 überschritten und ist zulässig. Doch der gesamte Stadtrat konnte nur den Kopf schütteln. Thomas Kress, der Fraktionssprecher der Grünen im Stadt¬rat, schimpfte: „Ich muss mein absolutes Unverständnis äußern.“ Erst forderten die Eltern schriftlich unbedingt einen Neubau und wenn die Stadt das dann mache, pas¬se das einem der Unterzeichner nicht mehr.
Oberbürgermeister Peter Bürgel (CSU) konnte sich dem nur anschließen. Die Unter¬schriften für das jetzige Bürgerbegehren seien mit dem Argument gesammelt wor¬den, dass die Kinder im Neubau der Kindertagesstätte Mariä Himmelfahrt am Jo¬hann-Sperl-Weg weniger Platz als im Altbau haben würden. Doch genau das sei un¬wahr. „Die Kinder bekommen also keinen Quadratzentimeter weniger, sondern mehr Platz“, sagte Bürgel.
Wie Bauamtsleiter Michael Simon auf eine Frage von Sabine Geisler (Bündnis für Dachau – BfD) darlegte, erhält der Neubau eine Galerie. Da¬durch stehen jeder Kindergartengruppe im Neubau statt bisher 114,5 Quadratmeter sogar 128,5 Quadratmeter zur Verfügung. Auch die Freiflächen für die Kinder werden laut OB genauso groß wie vorher. „Aber das wird einfach alles ignoriert.“
Andererseits lasse sich das total marode Gebäude von 1974 einfach nicht mehr sa¬nieren. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass die staatlichen Zuschüsse nur für Neubauten und für den Bau von Kinderkrippen fließen, wenn diese noch vor dem 31. Dezember 2013 fertig gestellt und an den Betreiber (die Caritas) übergeben würden. Doch wenn das Bürgerbegehren „Raum für Kinder“ Erfolg hätte, würden die Zu¬schüsse von rund einer halben Million Euro wegfallen. Bürgel: „Dann wird es in Da¬chau-Süd keine Krippe geben. Aber dann müssten wir woanders eine Krippe bauen.“ Nun haben am 18. März die Bürger das Wort.

Ihre Kommentare

26.01.2012 20:28, Dachau
Leider finde ich kein Gegenkommentar zur diesen Artikel, lese immer nur Stadtrat und OB aber leider keine Aussage von der Bürgerinitiative, die BI hat sich doch sicher auch Gedanken gemacht warum der Kindergarten anders gestallten werden soll.
Ich lese immer gerne ihre Zeitung konnte aber auch in den letzten Ausgaben keine Gegenargumente finden, will die BI sich nicht zu den Aussagen des BM und des Stadtrates äußern ?, oder dürfen sie es nicht.
Ich würde gerne in Ihrer nächsten Ausgabe auch gerne mal eine Darstellung von der BI mit Interesse lesen , damit ich mir im klaren bin, für was ich eigentlich zur Wahl am 18. März gehen soll.
Mfg Hitzel



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