Seehofer besucht Markt Indersdorf

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    • 15.05.13
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Seehofer besucht Markt Indersdorf

Wahlkampf als Erholungsurlaub

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Markt Indersdorf - Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer besuchte am Montag Markt Indersdorf, besichtigte Realschule und Klosterkirche und hielt im Bierzelt eine launige Wahlkampfrede.

© Kramer

Zum Abschied ein Korb mit Spezialitäten aus dem Dachauer Land (von links): Rosmarie Böswirth, Horst Seehofer, Josef Mederer und Bernhard Seidenath.

Es war ein dichres Programm, das der bayerische Regierungschef am Montag in der Marktgemeinde zu absolvieren hatte. Um 18.30 Uhr nahmen ihn Realschul-Rektor Anton Wagatha, Bürgermeister Josef Kreitmeir, Landrat Hansjörg Christmann und die CSU-Kandidaten für die anstehenden Landtags-, Bezirkstags- und Landratswahlen vor dem Eingang der Realschule Vinzenz von Paul in Empfang. Der Schulleiter führte Seehofer in einer halbstündigen Tour durch sein Haus, Pfarrer Stefan Hauptmann zeigte ihm die Schätze der Klosterkirche, Wagatha und Hans Kornprobst berichteten von den Aktivitäten des Heimatvereins. Der Ministerpräsident war beeindruckt, stellte immer wieder Fragen – und eröffnete später im Bierzelt seine Wahlkampfrede mit den Worten: „ Eine Fahrt zu Euch in die Höhenluft von Markt Indersdorf ist für mich praktisch eine Bildungsreise.“ Die rund 100 Startbahngegner, darunter die Bürgermeister Hans Lingl und Josef Baumgartner (beide Freie Wähler), die ihn vor dem Festgelände mit einer Mahnwache empfangen hatte, nahm er dagegen nicht zur Kenntnis. Seehofer gab sich witzig und aufgeräumt. Sein Wahlkampfrede bestand vor allem aus Lobpreisungen des Freistaats, seiner fleißigen Bürger und der CSU-Erststimmen-Kandidaten Bernhard Seidenath und Josef Mederer. Letzteren bedachte er schelmisch mit den Worten: „Den Josef Mederer muss man nicht loben, der weiß selber, wie gut er ist.“ Den Landtagsabgeordneten Seidenath pries er dagegen in den höchsten Tönen: „Außerordentlich eloquent, tapfer, mutig, frech und sehr sehr kollegial“. Mag sein, so war der Eindruck, dass der Haimhauser nach einer gewonnenen Wahl die Karriereleiter raufrutscht. Zu den aktuellen Problemen – wie der Abgeordneten-Affäre, den staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen den Ex-Fraktionschef Georg Schmid oder den Steuerhinterziehungs-Aktivitäten von Uli Hoeneß – verlor Horst Seehofer kein Wort. Nur so viel: „Nach einigen schwierigen und grauenvollen Tagen habe ich bei Euch endlich einen Entspannungstermin.“ Der Beifall der rund 1500 CSU-Anhänger, die das Bierzelt füllten, war ihm dafür sicher. Nach gut einer Stunde beendete er seine frei gehaltene Rede – dann ging es ab nach München: Der Wahlkampf geht weiter.

kho

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